Ihr Hund darf auch ein Geschenk auspacken.
Intelligenzspiel für Hunde
Sie legen ein kleines Päckchen auf den Boden. Ihr Hund kommt näher, schnuppert und schiebt vorsichtig die Nase unter eine Papierkante. Darunter riecht es nach seinem Lieblingssnack. Ein bisschen schieben, vielleicht eine Pfote dazu – und schon ist die erste Ecke offen.
Geschenke auspacken ist ein einfaches Intelligenzspiel für Hunde, das Sie mit wenig Aufwand selber machen können. Gerade für die Hundebeschäftigung zu Hause ist es eine schöne Möglichkeit, gemeinsam etwas auszuprobieren: Ihr Hund sucht nach der Belohnung, und Sie erleben aus nächster Nähe, wie er die Aufgabe löst.
Manche Hunde öffnen das Papier beherzt. Andere arbeiten vorsichtig und brauchen anfangs Ihre Hilfe. Machen Sie die erste Verpackung deshalb bewusst leicht. Ein locker gefalteter Papierbogen reicht, damit Ihr Hund entdecken kann, wie er an den Snack kommt.
Ob zu Weihnachten, zum Geburtstag oder einfach an einem Nachmittag: Für dieses kleine Geschenk brauchen Sie keinen besonderen Anlass. Nur etwas, das Ihr Hund gern mag, und Zeit, die Sie miteinander verbringen.
Wichtig vorab: Dieses Spiel eignet sich nur für Hunde, die Papier zerreißen, ohne es zu fressen. Bleiben Sie beim Auspacken dabei und verwenden Sie keine Bänder, Kordeln oder Klebestreifen. Schluckt Ihr Hund Verpackungsmaterial, wählen Sie eine Futtersuche ohne Papier und Karton.
Intelligenzspiel für Hunde: Schnuppern, ausprobieren und etwas finden
Eine interessante Spur am Wegesrand kann Ihren Hund länger beschäftigen als der Ball, den Sie gerade werfen wollten. Bei einer Futtersuche zu Hause können Sie ihm ebenfalls Gelegenheit geben, seiner Nase zu folgen.
Das Papierpäckchen fügt eine kleine Aufgabe hinzu: Der Snack ist zu riechen, aber noch nicht direkt erreichbar. Ihr Hund kann die Verpackung verschieben, eine Kante anheben oder das Papier aufreißen. Wie er dabei vorgeht, darf er selbst herausfinden.
Für Sie kann gerade das Zuschauen schön sein. Vielleicht hält Ihr Hund das Päckchen mit einer Pfote fest. Vielleicht trägt er es erst ein Stück weiter oder stupst es mehrmals an. Lassen Sie ihn ausprobieren, solange er mit dem Material sicher umgeht.
Das Spiel ergänzt Spaziergänge und andere gemeinsame Aktivitäten. Es muss Ihren Hund nicht erschöpfen. Ein kurzer, gelungener Versuch ist ein guter Anfang.
Intelligenzspiel selber machen: Was Sie dafür brauchen
Für die erste Runde genügt vieles, was Sie ohnehin zu Hause haben:
- Ein kleiner Papierbogen: schlicht, unbeschichtet und möglichst unbedruckt.
- Ein paar vertraute Snacks: kleine Leckerlis oder etwas vom gewohnten Trockenfutter.
- Ein niedriger Karton: sauber und ohne Klebestreifen, Etiketten oder Heftklammern – für die zweite Spielvariante.
- Ein ruhiger Platz: mit ausreichend Raum und rutschfestem Untergrund.
Glitzerpapier, Folien und beschichtetes Geschenkpapier bleiben im Schrank. Verzichten Sie auch auf Geschenkband und Naturkordeln. Hanf oder Jute sehen zwar schlicht aus, sind beim Verschlucken aber nicht unbedenklich.
Nehmen Sie kleine Futterstücke, die Ihr Hund gut verträgt und gern mag. Sie brauchen keinen großen Kauartikel einzupacken. Ein kleiner Snack lässt sich leichter portionieren und reicht als Belohnung aus. Rechnen Sie das verwendete Futter in seine Tagesration ein.
Geschenke auspacken mit Hund: Drei Spielideen
1. Das erste Päckchen: Eine offene Ecke hilft
- Zeigen Sie Ihrem Hund ein Leckerli und legen Sie es in die Mitte des Papierbogens.
- Falten Sie die Seiten locker darüber. Lassen Sie eine Ecke offen.
- Legen Sie das Päckchen vor Ihren Hund und lassen Sie ihn schnuppern.
- Öffnen Sie das Papier etwas weiter, falls er den Zugang zum Snack noch nicht findet.
Vielleicht ist die Belohnung nach wenigen Sekunden verschwunden. Vielleicht untersucht Ihr Hund das Papier erst einmal gründlich. Beides ist für den Anfang in Ordnung.
Vermeiden Sie es, das Päckchen ständig zu bewegen oder Ihren Hund wiederholt zum Suchen aufzufordern. Ein ruhiger Moment gibt ihm Gelegenheit, selbst einen Weg zu finden.
Auch vorsichtiges Öffnen zählt. Ihr Hund muss das Papier nicht zerfetzen. Wenn er mit der Nase eine Falte anhebt und den Snack erreicht, hat er die Aufgabe gelöst. Loben Sie ihn ruhig, und bieten Sie bei Interesse ein weiteres leichtes Päckchen an.
2. Die kleine Suchkiste: Ein Päckchen zwischen Papier
Hat Ihr Hund Freude am einfachen Auspacken, können Sie einen niedrigen, offenen Karton dazunehmen.
- Legen Sie ein locker gefaltetes Leckerli-Päckchen hinein.
- Geben Sie ein oder zwei lose zerknüllte Papierbögen daneben.
- Stellen Sie den Karton so hin, dass Ihr Hund bequem hineinschnuppern kann.
- Lassen Sie ihn das Päckchen suchen und öffnen.
Manche Hunde holen das Paket zuerst heraus. Andere bearbeiten es direkt im Karton. Sie brauchen ihm keinen bestimmten Weg zu zeigen.
Wenn er nicht weiterkommt, nehmen Sie einen Papierbogen heraus oder legen Sie das Päckchen näher an den Rand. Mit einer kleinen Hilfe bleibt die Suche überschaubar.
3. Für geübte Auspacker: Zwei lockere Papierlagen
Wenn Ihr Hund die ersten Varianten mühelos und gern löst, schlagen Sie sein Päckchen in eine zweite lockere Papierlage ein.
- Wickeln Sie den Snack wie beim ersten Spiel locker ein.
- Legen Sie einen zweiten Papierbogen darum.
- Falten Sie die Enden leicht ein, ohne das Papier fest zusammenzupressen.
- Öffnen Sie bei Bedarf eine Ecke der äußeren Lage.
Verkleben oder verschnüren Sie das Päckchen nicht. Mehrere fest geschlossene Schichten machen die Aufgabe unnötig mühsam.
Bleiben Sie bei einer Variante, die Ihr Hund gern spielt. Ein vertrautes Spiel verliert seinen Wert nicht dadurch, dass er es schon beherrscht.
Ihr Hund sucht gern? Hier wartet die nächste Spielidee.
Eine Schnüffelmatte lässt sich immer wieder mit kleinen Futterstücken bestücken. Wenn Ihr Hund Freude am Suchen hat, finden Sie im Eddy Shop Beschäftigungsideen für Ihre gemeinsamen Spielrunden. Achten Sie bei der Auswahl auf seine Größe und darauf, wie er mit Spielzeug umgeht.
Suchspiele für Ihren Hund entdecken →Wie lange sollte die Kopfarbeit für Hunde dauern?
Bereiten Sie für den Einstieg ein oder zwei einfache Päckchen vor. Das reicht, um zu sehen, wie Ihr Hund auf das Spiel reagiert. Eine feste Dauer von zehn oder fünfzehn Minuten brauchen Sie dafür nicht einzuplanen.
Bleibt er interessiert, sucht weiter und findet seine Belohnung, können Sie noch eine kleine Runde anbieten. Wird er zunehmend hektisch, bellt wiederholt am Paket oder bleibt erfolglos daran hängen, machen Sie die Verpackung leichter.
Geht Ihr Hund weg, lassen Sie ihn. Vielleicht möchte er trinken, schlafen oder sich gerade mit etwas anderem beschäftigen. Das nächste Päckchen kann warten.
Räumen Sie die Papierstücke anschließend weg. So bleibt das Auspacken eine bewusst angebotene Beschäftigung und die Verpackung liegt nicht später unbeaufsichtigt herum.
Welpen und ältere Hunde: So passen Sie das Spiel an
Bei einem Welpen darf der Snack fast offen liegen
Ihr junger Hund lernt erst, was er mit dem Papier anfangen kann. Falten Sie zunächst nur eine Kante über das Leckerli. Beobachten Sie sorgfältig, ob er den Snack sucht oder das Material fressen möchte. Im zweiten Fall ist eine Suche ohne Verpackung die passendere Beschäftigung.
Bei einem älteren Hund zählt ein bequemer Zugang
Legen Sie das Päckchen auf einen rutschfesten Boden und lassen Sie eine große Öffnung. Ein niedriger Karton ist leichter zugänglich als eine tiefe Schachtel.
Hat Ihr Hund Beschwerden an Zähnen, Maul oder Gelenken, verlangen Sie kein kräftiges Zerren oder Festhalten. Wählen Sie eine Aufgabe, die ihm keine schmerzhaften Bewegungen abverlangt. Vielleicht genügt es, ein Futterstück unter einer locker aufgelegten Papierkante zu entdecken.
Mehrere Hunde: Jeder bekommt seine eigene Spielzeit
Wenn zwei Hunde mitspielen, kann der schnellere schon fertig sein, während der andere noch seine erste Papierfalte untersucht. Bieten Sie die Päckchen deshalb zunächst in getrennten Bereichen an.
So kann jeder suchen, ohne seine Belohnung vor dem anderen schützen zu müssen. Auch Hunde, die im Alltag gut miteinander auskommen, müssen Leckerlis nicht teilen.
Verteidigt ein Hund sein Päckchen, greifen Sie nicht einfach danach. Vermeiden Sie Konkurrenz um das Futter und holen Sie sich bei wiederholtem Verteidigen fachliche Unterstützung.
Ihr Hund möchte nicht auspacken?
Vielleicht mag er das Rascheln nicht. Vielleicht ist der Snack gerade wenig interessant oder er möchte nach dem Spaziergang lieber schlafen. Ein einzelner Versuch sagt noch wenig darüber aus, ob ihm das Spiel grundsätzlich gefällt.
Sie können den Einstieg einmal vereinfachen: Legen Sie das Leckerli sichtbar auf das Papier und falten Sie nur eine kleine Kante darüber. Zeigt Ihr Hund weiterhin kein Interesse, legen Sie das Material beiseite.
Versuchen Sie an einem anderen Tag eine kleine Futtersuche ohne Verpackung. Manche Hunde suchen lieber mehrere offen versteckte Stückchen als einen eingewickelten Snack. Welche Variante Ihrem Hund liegt, finden Sie beim gemeinsamen Ausprobieren heraus.
Ein Geschenk, mit dem Ihr Hund auch morgen noch spielen kann.
Das Päckchen ist ausgepackt – ein passendes Spielzeug kann Sie noch durch viele gemeinsame Nachmittage begleiten. Suchen Sie etwas zum Verstecken, Tragen oder gemeinsamen Spielen? Schauen Sie sich im Eddy Shop um und wählen Sie nach den Vorlieben Ihres Hundes.
Ein passendes Geschenk für Ihren Hund finden →Häufige Fragen zum Auspackspiel für Hunde
Kann ich meinen Hund mit dem Geschenk allein lassen?
Nein. Bleiben Sie während der gesamten Beschäftigung dabei. Sie müssen bemerken können, wenn Ihr Hund Verpackungsmaterial frisst, und bei Bedarf helfen.
Welches Papier eignet sich zum Auspacken?
Verwenden Sie schlichtes, unbeschichtetes und möglichst unbedrucktes Papier. Lassen Sie Glitzer, Folie, Klebestreifen und Bänder weg. Das Material ist zum Öffnen und Zerreißen gedacht, nicht zum Fressen.
Welche Leckerlis nehme ich für das Intelligenzspiel?
Kleine Stücke eines vertrauten, gut verträglichen Snacks eignen sich. Wenn Ihr Hund sein gewohntes Trockenfutter gern sucht, können Sie auch einen Teil davon verwenden. Berücksichtigen Sie das Futter bei seiner Tagesration.
Was mache ich, wenn mein Hund Papier oder andere Verpackung schluckt?
Beenden Sie das Spiel. Bei verschluckten größeren Teilen, Schnüren oder Beschwerden wie Würgen, Erbrechen oder Bauchschmerzen kontaktieren Sie eine Tierarztpraxis. Ziehen Sie einen sichtbaren Faden nicht aus Maul oder After und lösen Sie nicht eigenständig Erbrechen aus.
Muss ich das Kommando „Auspacken“ trainieren?
Nein. Lassen Sie Ihren Hund zunächst entdecken, wie er an den Snack kommt. Wenn Sie möchten, können Sie später ein ruhiges Startsignal ergänzen.
Öffnet mein Hund danach auch Post und Weihnachtsgeschenke?
Das lässt sich nicht sicher vorhersagen. Geben Sie Spielpäckchen bewusst frei und räumen Sie sie danach weg. Bewahren Sie Post und echte Geschenke außerhalb seiner Reichweite auf.
Das nächste Päckchen darf genauso einfach sein
Wenn Ihr Hund gern auspackt, brauchen Sie beim nächsten Mal keine aufwendigere Überraschung. Ein locker gefalteter Papierbogen und ein vertrauter Snack können wieder genügen.
Vielleicht wissen Sie dann schon, welche Ecke Sie offen lassen sollten. Vielleicht erkennen Sie früher, wann eine kleine Hilfe nötig ist. Und vielleicht sitzen Sie einfach ein paar Minuten daneben und schauen zu, wie Ihr Hund seine Belohnung findet.
Für einen verregneten Nachmittag ist das eine schöne gemeinsame Beschäftigung – und an Weihnachten ein kleines Geschenk, bei dem Ihr Hund selbst mitmachen darf.