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Pfoten und Fellpflege im Frühling

So schützen Sie Ihren Hund vor Streusalz, Rissen & Fellstress

Das Wichtigste in Kürze

  • Pfotenschutz Hund Streusalz: Vor dem Spaziergang Balsam/Wachs als Schutzfilm – sonst brennt’s.
  • Pfoten reinigen nach Spaziergang: Lauwarm abspülen, trocken tupfen. Salz runter, Entzündung vermeiden.
  • Fellwechsel Hund Frühling: Unterwolle regelmäßig raus – sonst Juckreiz, Schuppen, Verfilzungen.
  • Fell zwischen den Zehen kürzen: Weniger Schneeklumpen, weniger „auf Kies laufen“-Gefühl.
  • Sichtbarkeit: Reflektoren/LED sind kein Zubehör – sie sind Unfallprävention.
  • Zecken: Milde Tage reichen – kontrollieren, bevor’s nervt.

Übergang Winter → Frühling: Genau jetzt passieren die typischen Fehler

Viele Halter entspannen im Februar: „Wird schon wärmer.“ Und dann leckt der Hund abends an den Pfoten, läuft plötzlich vorsichtig – oder die Ballen sehen aus wie trockene Erde im August.

Der Grund ist simpel: Tagsüber taut’s, nachts friert’s. Dazwischen liegt Salz auf Asphalt, Splitt auf Wegen und nasser Dreck im Fell. Ihr Hund kann das nicht „wegignorieren“.

Hier kommt die kurze, saubere Routine, die wirklich hilft.

Pfotenschutz bei Streusalz: Was Hundepfoten im Spätwinter wirklich brauchen

Streusalz trocknet die Ballen aus, reizt kleine Risse und kann brennen wie ein Mini-Chemiebad. Wenn Ihr Hund nach dem Spaziergang an den Pfoten leckt, ist das meist kein „Tick“, sondern ein klares Signal.

Vor dem Spaziergang: Schutzfilm drauf

Tragen Sie einen Pfotenschutz-Balsam oder Pfotenwachs dünn auf. Das reduziert Reibung, hält Feuchtigkeit in der Haut und verhindert, dass Salz direkt „ankommt“.

Nach dem Spaziergang: Pfoten reinigen

Spülen Sie die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab, tupfen Sie sie trocken und kontrollieren Sie kurz die Ballen. Salzreste sind der häufigste Grund für rissige Pfoten und Entzündungen.

Praxis-Check: Wenn Ihr Hund „tänzelt“, Pfoten hebt oder kürzer treten will, prüfen Sie zuerst die Ballen. Oft ist das die Ursache.

Fellwechsel beim Hund im Frühling: Unterwolle raus, Haut entlasten

Der Fellwechsel startet oft, sobald es tagsüber milder wird. Wenn die Unterwolle drin bleibt, entsteht ein feucht-warmes Klima auf der Haut – perfekte Bedingungen für Juckreiz, Schuppen und Verfilzungen.

Wie oft bürsten?

  • Dichtes Fell / viel Unterwolle: 2–4× pro Woche
  • Mittleres Fell: 1–3× pro Woche
  • Kurzhaar ohne viel Unterwolle: nach Bedarf, aber regelmäßig prüfen

Profi-Tipp: Bürsten Sie lieber kurz und konsequent als einmal „brutal“ am Wochenende. Das ist für Hund und Nerven besser.

Fell zwischen den Zehen: Kleines Detail, großer Unterschied

Zu langes Fell zwischen den Ballen wirkt wie ein Schwamm: Es sammelt Nässe, Salz und bildet leichter Klumpen. Das kann beim Laufen drücken, scheuern und Fehlbelastungen begünstigen.

Kürzen Sie überschüssiges Fell vorsichtig (oder lassen Sie es beim Groomer/TA machen). Ziel ist nicht „kurz wie rasiert“, sondern frei zwischen den Ballen.

Sichtbarkeit im Spätwinter: Reflektoren & LED retten im Zweifel Leben

Morgen- und Abendrunden sind oft noch dunkel oder neblig. Nasse Straßen schlucken Licht. Reflektoren an Leine/Halsband oder ein LED-Halsband sind deshalb keine Deko, sondern Unfallprävention.

Zecken im Februar/März: Warum Kontrolle jetzt Sinn ergibt

Ein paar milde Tage reichen, damit erste Zecken aktiv werden. Kontrollieren Sie Ihren Hund nach dem Spaziergang – besonders Ohren, Hals, Achseln und Leistenbereich.

5-Minuten-Pflegeplan für den Übergang

  • Vor dem Spaziergang: Pfotenbalsam/Pfotenwachs dünn auftragen
  • Nach dem Spaziergang: Pfoten lauwarm abspülen, trocken tupfen
  • 2–4× pro Woche: Unterwolle ausbürsten (je nach Felltyp)
  • Regelmäßig: Zehenhaare kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Bei jedem Gang: Sichtbarkeit checken, Zecken kurz kontrollieren

FAQ

Warum leckt mein Hund nach dem Spaziergang an den Pfoten?

Häufig wegen Salzresten, trockener Haut oder kleinen Reizungen durch Splitt und Nässe. Pfoten abspülen, trocknen und Ballen prüfen.

Was hilft bei rissigen Hundepfoten im Winter?

Konsequenter Schutzfilm vor dem Spaziergang, Reinigung danach und regelmäßige Pflege, damit die Haut wieder elastisch wird.

Wie erkenne ich, dass die Unterwolle raus muss?

Wenn beim Streicheln „Watte“ mitkommt, das Fell stumpf wirkt oder der Hund häufiger kratzt. Dann ist es Zeit für regelmäßiges Entfilzen/Unterwolle bürsten.

Fazit: Jetzt konsequent – später entspannt

Im Übergang Winter → Frühling sind Pfotenpflege und Fellmanagement keine Extras, sondern sinnvolle Routine. Wer jetzt schützt, reinigt und bürstet, erspart dem Hund Schmerzen – und sich selbst unnötige Sorgen.

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